DAN-Träger

Nach den Schülergraden, die im Taekwon-Do Kup Grade heißen kann, bei entsprechender Qualifikation ein Lehrergrad (DAN) erreicht werden.

Heute wird das Dan-System neben dem Judo unter anderem auch im Jiu Jitsu, Kendō, Karatedō, Kyūdō, Hapkido, Taekwondo, Aikidō und bei den Brettspielen Go und Shōgi verwendet. Im Kyūdō, Kendo, Go und Shōgi werden jedoch keine Gürtel als Kennzeichen der Graduierung verwendet.

In den meisten „gürteltragenden“ Kampfsportarten werden die „Schwarzgurte“ (1. bis 4. oder 5. Dan) aufgrund technischer Prüfungen verliehen. In vielen Sportarten gelten die höheren Grade der Meisterschaft auch als „geistige“ Meisterschaft, bei der der Träger eines entsprechenden Dan beginnt, die intellektuellen Hintergründe, Werte und Einsichten, die ein Kampfsport bzw. eine Kampfkunst vermittelt, zu verinnerlichen.

Ein niedriger Dan-Grad wird in jüngeren Budō-Systemen mit dem Tragen eines schwarzen Gürtels kenntlich gemacht. Die höheren Dan-Grade werden teilweise ebenfalls mit einem schwarzen, zum Teil auch mit einem rot-weißen, weiß-blauen, roten oder wiederum weißen Gürtel, entsprechend dem niedrigsten Schülergrad, gekennzeichnet. Letzteres begründet sich in der asiatischen Philosophie und soll symbolisieren, dass die Schüler- und Meistergrade einen geschlossenen Kreis, eine Harmonie bilden. Allerdings oft nur theoretisch, denn in den meisten Kampfsportarten werden die höchsten Dan-Grade kaum oder gar nicht vergeben, da sie als Vollendung der Kunst angesehen werden. Einige Budo-Schulen und Systeme verzichten auf äußerliche Kennzeichen der Graduierung.

Entgegen landläufiger Annahme bedeutet das Erreichen des 1. Dan noch keineswegs die perfekte Meisterschaft. Eine Bedeutung des Wortes Dan, nämlich Stufe, legt nahe, dass auch der Dan-Grad nur ein Schritt von vielen ist. In einigen Systemen gilt vielmehr, dass der 1. Dan lediglich die Befähigung darstellt, die eigentliche Kampfkunst zu erlernen, d. h. den Abschluss einer lediglich vorbereitenden Ausbildung markiert.

Beachtet werden sollte auch, dass es keine einheitlichen Kriterien für die Vergabe einer Dan-Graduierung gibt, weder sportartübergreifend, noch innerhalb der einzelnen Disziplinen. Ein 1. Dan Karate ist nicht vergleichbar mit einem 1. Dan Judo oder einem 1. Dan Kendo. Dies gilt ebenfalls innerhalb der Systeme, die sich in jeweils unterschiedliche Stilrichtungen gliedern, wie zum Beispiel Karate (beispielsweise die Stile Shotokan, Shotokai, Wado-Ryu) oder Aikido (z. B. Aikikai, Iwama-Ryu oder DAB). Aufgrund abweichender Prüfungsinhalte bzw. Graduierungskriterien ist also beispielsweise ein 5. Dan Aikidō im Aikikai nicht identisch mit einem 5. Dan Aikido, der im DAB oder einer anderen Stilrichtung vergeben wurde.

Ebenso ist nicht in allen Sportarten festgelegt, wer eine Dan-Graduierung vergeben darf und auf welchem Weg dies erfolgt. Es gibt Graduierungen, die von einzelnen Meistern, die einer eigenen Stilrichtung vorstehen, vergeben werden, ebenso wie solche, die von einem Kollegium oder von Verbänden vergeben werden. Graduierungen können aufgrund von technischen Prüfungen (vergleichbar einer Prüfung an einer Hochschule), oder aber durch Ernennung ohne explizite Prüfung vergeben werden.

Internationale Spitzenkämpfer in den Kampfsportarten, welche Wettbewerbe austragen, haben in der Regel höchstens den dritten Dan inne. Dies ergibt sich durch die Mindestvorbereitungszeiten zwischen den Dan-Prüfungen und somit auch durch das Alter der Kämpfer, welches meist durch die Vorgaben und Anforderungen des Leistungssports für Aktive begrenzt wird.

Beim TV Voerde gibt es folgende DAN-Träger/innen

III. DAN
Holger Mrosek (TKD)

II. DAN
Björn Herzog (TKD)
Stephan Nigbur (JIU-JITSU)
Sascha Kobus (Kung-Fu)

I. DAN
Nadine Rummler (TKD)
Leyla Akgün (TKD)
Michael Gawinn (TKD)
Chris Nigbur (Kung-Fu)
Barend Perdok (Kung-Fu)